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 Can't buy me love

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Natalia de Costa

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BeitragThema: Can't buy me love   Di Sep 27, 2011 11:41 pm


Wer?: Oleg Kozlov, Natlia de Costa
Wann?: 23:00 Uhr, an einem Herbstabend
Wo?: Im Lehrerzimmer
Was?: Der Abend nach einem anstrengenden Tag, trostlos sitzen zwei übriggebliebene Lehrer im Lehrerzimmer, kauen nochmal den Stoff der nächsten Tage durch. Und auch der ein oder andere Schluck Alkohol fließt.

_________________

Muéstrame lo que tienes, sé que tienes un montón
Así que no dejamos escapar
Vamos muéstrame lo que se necesita para que tenga, tal vez nadie te dijo
Confía en mí cuando digo
Hoy es tu día de suerte
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Natalia de Costa

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BeitragThema: Re: Can't buy me love   Mi Sep 28, 2011 10:29 pm

Natalia hatte ja noch nie zum Alkohol gegriffen, wenn es ihr mal schlecht ging, aber jetzt hatte sie den Feuerwhiskey einfach gebraucht. Das halbvolle Glaß stand vor ihr, während sie im Lehrerzimmer korrigierte. Das Feuer prasselte hinter ihr, wärmte ihren Rücken. Ihr war seltsam kalt.
Normalerweise fror die Spanierin nicht besonders schnell, aber jetzt war ihr unglaublich kalt. Da half nicht einmal der Feuerwhiskey. Fröstelnd zog Natalia ihren dunklen fließenden Umhang enger um den Leib, doch es half kaum. Sie fror weiter.
Schnell beugte sich die Spanierin wieder über ihre Korrekturen und versuchte das Frieren zu ignorieren. Sich einen weiteren Schluck aus dem Glaß genehmigend, bemühte sie sich weiter zu arbeiten, doch es wollte nicht funktionieren.
Natalia vergrub die Hände in ihren Haaren, raufte sie sich und fuhr sich über das Gesicht. Langsam wurde ihr doch warm. Aber nicht, der Whiskey, nicht das Feuer taten ihr Werk, sondern der verkümmerte Stolz, der nun wieder nach Aufmerksamkeit in ihr kämpfte. Es brodelte vor Wut in ihrem Inneren.
Natalia seufzte und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, leerte das Glaß in einem Zug. Wenn sie so weiter machte, würde sie bald betrunken sein.

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Oleg Kozlov

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BeitragThema: Re: Can't buy me love   Do Sep 29, 2011 9:10 pm

Summend bewegte sich der alte Russe durch die Gänge. Und schwingenden Schrittes.
Eine schöne Uhrzeit war das. Keine lauten Kinder, keine Pflichten. Und wenn beides doch zutraf, dann lag das nur daran, dass man die Kinder wieder in ihre Schlafsäle schicken durfte. Und das, fand Kozlov, machte zuweilen sogar Spaß. Ein wenig triezen, ein wenig Macht zeigen. Konsequenzen aussprechen. Das war auch eigentlich der einzige Spaßfaktor an diesem Beruf. Wie man das nur Jahre aushielt? Vor allem die Tatsache, immer im selben Gebäude zu sein, musste irgendwann beengend werden, dabei war er selbst gar kein Mensch, der Abwechslung forderte. Es gab nunmal Grenzen. Das Schloss war groß und spannend, aber irgendwann gewöhnte man sich auch daran.
Er kam gerade von draußen. Die Ländereien waren nämlich noch schöner als das Schloss selbst. Oleg Jegorowitsch fühlte sich an das ländliche Leben in der Sowjetunion erinnert und war die letzten Wochen oft draußen gewesen. Er hatte gar nicht mitbekommen, wie sehr ihm das gefehlt hatte im großen London. Damals war es aber sogar in der Stadt ländlicher gewesen, als heutzutage in einem Dorf. Er musste unbedingt mal wieder nach Hause. Seine alte Heimatstadt hatte sich seit dem Krieg richtig gemausert und doch erkannte er die meisten Stellen sofort wieder.
Von Nostalgie gepackt, wurde sein Summen ebenso melancholisch. Es stimmte 'Schwarze Augen' ein und wurde schließlich zu einem leisen Singen. Sogar seine Hände fuhren zur Melodie durch die Luft, sein Gesicht verzerrte sich zu einem Sehnen. Er fühlte sich so russisch, so stolz. Singend und schwingend, machte er sich durch die Gänge, auf dem Weg ins Lehrerzimmer, in dem sein Unterrichtsmaterial auf ihn wartete. Und morgen wollte es unterrichtet werden.
"Otschi tschornyje, otschi schgutschije. Otschi strastnyje i prekraaaasnyje!"
Euphorisch schwang er die Türe zum Lehrerzimmer auf, stampfte über die Schwelle, ganz instinktiv. Er war nämlich versucht zu tanzen, konnte sich jedoch gerade noch so beherrschen. Er war ganz in Trance vor Freude.
Und wie er gerade die Arme anhob, um der Singeswut für den letzten Teil des Liedes gänzlich zu verfallen, lies er sie schlagartig wieder sinken und verstummte.
Dort saß die Spanierin ganz allein und kippte gerade ein Glas Irgendetwas herunter. Ertappt presste Kozlov die Lippen aufeinander, dachte einen Moment lang nach und schlenderte schließlich äußerst lässig durch den Raum.
"Sie haben ja Zug! Nicht, dass Sie gleich betrunken sind!" Nicht, dass es ihn stören würde.

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Natalia de Costa

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BeitragThema: Re: Can't buy me love   So Okt 02, 2011 11:58 pm

Lautes und vor allem schräges Gesinge von einer allzu bekannten Stimme ließ Natalia aufblicken. Und schon im nächsten Moment blickte sie in das Gesicht des alten...Mannes - sie musste sich wirklich ermahnen, nicht etwas falsches zu denken - der mit erhobenen Armen und die Singstimme erhoben in das Lehrerzimmer gerumpelt kam. Augenblicklich verstummte Kozlov, als er sie erblickte. Abschätzige Blicke schossen wie Pfeile aus ihren dunklen Augen.
Natalia zog eine Augenbraue nach oben und füllte ihr Glaß erneut.
Dieser betont lässige Gang. Beinahe hätte sie laut losgeprustet. Es sah wirklich zu ulkig aus, wie dieser doch schon ergraute Mann mit betont lässiger Fassade um den Tisch ging.
Die Spanierin nippte wieder an ihrem Glaß, lehnte sich zurück und überschlug ein Bein. Die Locken kringelten sich auf ihre Schultern und ihren Rücken hinab und das Feuer in ihrem Rücken warf lange Schatten in ihr Gesicht, ließ fast all ihre Konturen im Dunkeln verschwinden. "Ich bin relativ trinkfest, danke für die Warnung, Senor Kozlov. Wie Sie hoffentlich wissen, kommt auch sehr guter Wein aus meinem Heimatland."
Nein, wie Natalia den Russen einschätzte wusste er es nicht. Wobei, wenn es um Alkohol ging, waren Männer ja immer gut informiert, das wusste sie aus Erfahrung. Mit einer Handbewegung, als würde sie sich etwas vor dem Gesicht wegwischen, ließ Natalia ein zweites Glaß auf dem Tisch neben sich erscheinen und füllte beide mit einer weiteren Handbewegung.
"Setzen Sie sich doch.", bot Natalia Kozlov trocken und ein wenig spöttisch an und zog den Stuhl neben sich nach hinten. Ihr war immer noch kalt. Aber sie durfte es mit dem Alkohol nicht übertreiben, sonst würde das schreckliche Folgen haben. Verheerend sozusagen.

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Oleg Kozlov

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BeitragThema: Re: Can't buy me love   Mo Okt 03, 2011 7:36 pm

"Sicher, guter Wein..." Er hatte keine Ahnung. Aber er schürzte die Lippen allwissend und das war quasi so, als hätte er Ahnung.
Wenigstens schien seine lockere Art die Spanierin beeindruckt zu haben. Und, obgleich er es nicht zugeben würde, es überraschte Kozlov, dass er sich sogar setzen und mittrinken durfte.
"Dankeschön", brummte er, ließ sich plump auf den Stuhl gegenüber fallen, zog das Gefäß zu sich heran und beugte sich zum Hineinsehen darüber, statt einfach durch das Glas zu gucken. Noch einmal durfte er kennerhaft die Lippen schürzen.
"Feuerwhiskey. Sowas trinken Sie, ja? Sehr gut." Er hob seinen Whiskey in die Höhe und schenkte seinem Gegenüber einen ernsten Trinkerblick.
"Búdim sdarówy!", lautete er und trank den Inhalt in einem Zug leer. Es brannte in der Kehle, doch war es eine gelungene Abwechslung zu Wodka. In Kozlovs Erzählungen brannte dieser nämlich nicht mehr, seit er zwölf Jahre alt gewesen war. Mittlerweile wusste selbst er nicht mehr, ob das überhaupt stimmte. Er fühlte sich jedenfalls nicht nur russisch und stolz, sondern gleich männlich mit dazu.
"Sitzen Sie hier ganz allein und trinken? Das ist nicht gut, Mrs de Costa, das sollte man nicht tun." Er blickte belehrend drein mit geweiteten Augen und dem Zeigefinger von seinem Glas abgespreizt, das er aus dem Handgelenk schüttelte, um seine Aussage zu untermalen.
Wer alleine trank, war Alkoholiker, so war das. Außer natürlich Oleg Jegorowitsch selbst, der hielt das aus, das war ganz klar. Er war nicht süchtig, dazu war er viel zu trinkfest und bodenständig. Die Spanierin hingegen war temperamentvoll, da schlug sowas ja bekanntlich schnell um.

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